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Wandern immer noch eines der beliebtesten Hobbys der Deutschen

Wanderurlaub in Kärnten

„Das Wandern ist“ nicht nur „des Müllers Lust“. Immerhin nutzen einer Untersuchung zufolge rund 28,8 Millionen Menschen in Deutschland ihre Freizeit öfter zum Wandern. Kärnten in Österreich ist zweifelsohne eines der schönsten Wandergebiete. Und Wandern in Kärnten kann gerade jetzt im Herbst sehr reizvoll sein. Eine Berglandschaft wie aus dem Bilderbuch und ein Netz von gut ausgeschilderten Wanderwegen ist quasi eine Einladung an Wanderer. Sagenhaft blaue Bergseen und klare Gebirgsbäche mit sprudelnden Wasserfällen gehören ebenso zur Kärntener Landschaft wie verträumte Almen. Auch aus geologischer Sicht sind die Nockberge interessant, gehören sie doch zur ältesten Mittelgebirgsregion in Europa. Mit 2440m ist der Rosennock der höchste Berg der Gegend. Kultur und Brauchtum haben noch heute einen hohen Stellenwert rund um die Kärntner Nockberge. So ist es immer wieder faszinierend, den Almabtrieb zu beobachten. Auch antiken Kurbetrieben, wie dem Karlbad sowie altehrwürdigen Mühlen begegnet man hier.

Was es mit dem Speik auf sich hat

berge
© Wolfgang Dirscherl / pixelio.de
Die intakte Natur mit ihren grünen Wäldern und den sauberen Gewässern bietet einer bunten Artenvielfalt ein Zuhause. Nicht nur traditionelle Haustiere, wie Pferde, Ziegen sowie Schafe und Kühe beobachtet man beim friedlichen Grasen. Behutsame Wanderer haben vielleicht das Glück, einem Murmeltier zu begegnen oder beobachten die geschickten Gämsen zwischen den steilen Felshängen. Hirsche und Rehe fühlen sich im Nationalpark Nockberge ebenso wohl. Für erstklassige Wasserqualität spricht die Wasseramsel, über die sich Hobbyornithologen freuen. Denn der wählerische Vogel hält sich nur an reinen Gewässern auf. Nicht minder faszinierend ist der Pflanzenreichtum. Sogar bezaubernde Orchideen blühen inmitten der herrlichen Natur. Ein Highlight ist eine Barfuß-Wanderung unter fachkundiger Leitung eines Nationalpark-Rangers, der alle Fragen zur Flora der Nockberge beantworten kann. Unter anderem sind es die Zirbel und der Speik, die für diese Region stehen. Der Speik ist eine alpine Baldrianart und hat nicht nur eine spannende Geschichte. Man sagt der Heilpflanze nach, Maria Magdalena habe Jesus mit einem Speik-haltigen Öl gesalbt.

Interessante Wanderrouten

Rund 650 Höhenmeter gilt es, auf der Rundwanderung Pfannock zu überwinden. Unterwegs hat man Gelegenheit die Aussicht auf das Hochmoor in Richtung Westen zu genießen. Obwohl der Aufstieg auf den Pfannock etwas Anstrengung erfordert, ist diese mit dem Blick, den man von oben genießt, allemal ausgeglichen. Die Wanderung hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad und nimmt insgesamt vier Stunden in Anspruch. Am Handwerksmuseum Alte Schmiede in St. Oswald startet man für eine rund sechsstündige Wanderung in Richtung Falkert. Für Freunde des nassen Elementes empfiehlt sich der dreistündige Wasser-Erlebnis-Weg. Los geht es am Wasserspielplatz, Wasserix-Sinnespark. Zunächst wandert man am Oswald Bach entlang, passiert die noch funktionstüchtige Trattnig Mühle und gelangt zur Oswaldi-Quelle, um die sich eine Legende rankt. Demnach soll sie unterirdisch mit dem Falkertsee verbunden sein. Den Abschluss bildet das Handwerkermuseum Alte Schmiede. Für Familien bietet sich ein Besuch des Naturerlebnisparks „Silva Magica“ an, der sich prima mit einer Wanderung von der Grundalm auf den Pfannock verbinden lässt. Den Rückweg nimmt man über die „Rote Burg“, einem Dolomitenfelsen, der sich durch seinen hohen Eisenanteil auszeichnet. Tierliebhaber sind mit einer Almwanderung zur Heiligenbach-Höhe auf dem richtigen Wanderweg. Dort hat man gute Chancen Murmeltiere, aber auch bunte Schmetterlinge sowie Tannenhäher beobachten zu können. Weiter geht es dann zum Grünleitennock. Am Friesenhalssee bleibt Zeit für eine Rast. Wanderer, die sich für das Leben der Murmeltiere interessieren, erhalten in der Pfandlhütte Informationen über die drolligen Tiere. Die Pfandlhütte ist nicht nur Start- und Endpunkt dieser Wanderung, sie beherbergt auch eine interessante Naturschau.

Genießen in Kärnten

Ohne Frage sind die Nockberge und ihre Umgebung ein wahres Wanderparadies, die unvergessliche Eindrücke hinterlassen. Ob man sich alleine oder unter kundiger Leitung in die Natur Kärntens aufmacht, bleibt jedem selbst überlassen. Weil frische Luft und wandern hungrig macht, sollte zwischendurch Zeit bleiben, die köstlichen heimischen Produkte zu genießen.

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